Was tun, wenn der Hund Kot frisst?

Vor allem Besitzer von Welpen machen oft die grausige Entdeckung, dass ihr Hund voll auf Kot abfährt. Dabei ist auffällig, dass der Hund vor allem die Häufchen wählt, neben denen ein benutztes Taschentuch liegt - sprich Menschenkot.

Diese Art von Nahrungsmittelergänzung kann schnell zur Gewohnheit werden und ist den meisten Hundebesitzern aus hygienischen Gründen nicht geheuer.

Nicht ganz unbegründet ist das Misstrauen - sieht man von Menschenkot ab (Menschen haben heutzutage relativ wenige Parasiten), können sich Hunde, die gerne Kot fressen, schnell mit Würmern, Giardien und anderen Parasiten infizieren.

Wir möchten dir im folgenden Artikel einige Lösungswege vorstellen, mit denen du deinen Hund vom Kotfressen abbringen kannst. Merke dir jedoch eins: Alle vorgestellten Methoden bauen darauf, dass du ein konsequenter Dosenöffner bist, der nicht sofort aufgibt, wenn die ausgesuchte Methode nicht sofort fruchtet.

Du solltest dich auch nicht übernehmen, sondern erst einmal eine der Methoden für mindestens einen Monat ausprobieren. Zeigt sie dann immer noch keine Resultate, kannst du zur nächsten übergehen.

Empfehlung: In 12 Wochen machst du deinen Hund zum idealen Begleiter – jetzt informieren!

Frische Nahrung gegen das Kot-Fressen


Hunde, die Kot fressen haben in den meisten Fällen Mangelerscheinungen, die von der falschen Fütterung herführen. Wenn du jetzt aber empört aufschreist: "Aber mein Hund bekommt extra das teure Hundefutter!", müssen wir dich leider enttäuschen. Teure Markenfutter (vor allem Trockenfutter!) werden auch nur von Menschen hergestellt, die eventuell lieber "das Beste in ihrem Geldbeutel" sehen anstelle von "das Beste im Hund".

Wir empfehlen dir daher, darauf zu achten, schlachtfrisches Hundefutter zu kaufen. Dieses wird in größeren Tierhandlungen wie Fressnapf und Zooplus in vielen Ausführungen angeboten und besticht vor allem dadurch, dass es nicht noch im Nachhinein mit künstlichen Nährstoffen angereichert werden muss.Es gilt gererell: Je frischer, desto besser!

Dieses Futter ist meistens teuer als das Futter der Handelsmarken. Allerdings bietet es nicht nur den Vorteil, dass es deinen Hund davon abhält, Müll zu fressen, es sorgt auch dafür, dass dein Hund insgesamt weniger anfällig für Folgen von Fehlernährung ist. Dazu gehören unter anderem Diabetes, Fettleibigkeit und ein krankes Herz.

Barfen bietet eine weitere wundervolle Alternative. Das biologisch artgerechte Roh-Futter erfordert allerdings vom Hundehalter, dass er sich gründlich in das Thema einließt und somit versteht, welche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine ein Hund für die optimale Fütterung braucht. Ein gutes Buch zum Thema: BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde


Nahrungsmittelergänzungen


Bist du der Meinung, dass du deinen Hund schon gut ernährst, können wir dir hier ein paar Nahrungsmittelergänzungen vorstellen, die dir vielleicht helfen, den Kot-Konsum deines Hundes einzustellen.

Grüne Pansen
Grüne Pansen enthalten im Gegensatz zu den weißen Pansen noch das halbverdaute Gras inklusive Enzyme und Darmbakterien der Kuh. Daher enthalten grüne Pansen so ziemlich alles, was Wuff für seine Gesundheit braucht. Besonders empfehlenswert ist es dabei, rohen, ungekochten Pansen zu füttern. Besonders gekochter grüner Pansen enthält nur noch einen Bruchteil seiner Nährstoffe und wir deinen Hund nicht davon abhalten, weiter Kot zu fressen.

Bitte gib ihm besonders am Anfang nicht zu viel davon, denn Hunde, die eine gestörte Darmflora haben, können unter Umständen das Futter noch nicht optimal verdauen und können mit Durchfall darauf reagieren.

Frische Hefe
Frische Hefe enthält eine Vielzahl von Vitaminen und Nährstoffen, die Hunden, die Kot fressen, eventuell fehlen. Gib einfach ein Stückchen Hefe (1/4 Teelöffel) zu dem normalen Hundefutter.

Viele Hundehalter konnten positives von dieser Methode berichten.

Stinkekäse
Limburger oder noch besser Harzer Käse können auch helfen, das Kot fressen des Hundes einzudämmen. Lass den Käse dafür ruhig eine Weile in einem luftdichten Behälter auf der Heizung stehen, bis er richtig "geht". Nun kannst du 2-3 mal die Woche 1-2 Esslöffel davon deinem Hund verfüttern.

Die meisten Hunde fahren voll darauf ab und lassen danach auch das Kot-Fressen sein.

Erziehung gegen Kot-Fressen


Natürlich kann man das Problem auch ohne eine Nahrungsmittelumstellung lösen. Das ist vor allem dann nötig, wenn man einen Hund hat, der schon älter ist und sich das Kot-Fressen zur dummen Angewohnheit gemacht hat.

Bei Welpen raten wir allerdings davon ab, weil dort das Fressen von Müll schon auf eine Fehlernährung hindeutet.

Tabu-Leckerli-Methode
Mit ihr soll Wuff lernen, dass es sich lohnt, auf dich zu hören und nicht alles zu fressen, was ihm unter die Nase kommt.

Nimm dazu je ein Leckerli in jede Hand, umschließe es völlig, sodass er nicht daran kann und hocke dich vor den Hund. Der Hund wird nun riechen, dass du da etwas Tollen für ihn bereit hältst. Sobald er sich einer der beiden Hände nähert und daran Lecken etc. will, sagst du "Nein!" und gibst ihm das Leckerli aus der anderen Hand.

Wiederhole das ungefähr 5x - das reicht für eine Trainingseinheit. Mit der Zeit wird der Hund lernen, dass ihn etwas Positives erwartet, wenn er davon ablässt, etwas zu fressen und stattdessen auf dich hört.

Schleppleine
Auch bei diesem Problem kann eine Schleppleine Abhilfe verschaffen. Jedes Mal, wenn sich dein Hund anschickt, etwas draußen zu Fressen, rufst du ihn zu dir und verleihst deinem Kommando Nachdruck durch die Schleppleine.

Ablenkungsmethode
Trainingsdiscs sind dafür da, deinen Hund von etwas Unerwünschten abzulenken - beispielsweise vom Fressen von Kot. Er soll dabei nicht dich mit dem negativen Reiz in Verbindung bringen. Achte daher bitte darauf, dass dein Hund nicht weiß, dass du es bist, der die Trainingsdiscs wirft.

Sobald sich dein Hund daran macht, etwas Unerwünschtes zu Fressen, wirfst du die Discs von hinten neben seine Schnauze. Sobald er abgelenkt ist rufst du ihn zu dir und lobst ihn, wenn er kommt.

Bild: CC 2.0 by savannah bunny

Blähungen beim Hund: Wie man den Stinker zum Aufhören bewegt

Da sitzt man gemütlich abends vor dem Fernseher und genießt einen schönen Film. Ein leises "pfffft" ertönt und die ganze Atmosphäre ist hin. Wenn Wuff Blähungen hat, kann das ganz schön unangenehm sein - vor allem für ihn!

Kolik vs. Pups

Es ist wichtig, dass du als Hundehalter lernst zu unterscheiden, ob dein Hund eine Kolik mit Blähungen hat oder "nur" Blähungen. So oder so sind Blähungen jedoch kein zum Teil "witziges" und zum anderen Teil "peinliches" Thema. Blähungen bedeuten, dass der Verdauungsapparat deines Hundes gestört ist und in Ordnung gebracht werden sollte.

Von einer Kolik spricht man, wenn sich die Verdauungsorgane des Hundes "wehenartig" (also in Schüben) stark verkrampfen, was in relativ starke Schmerzen ausarten kann. Ein Nebenprodukt der Koliken sind mehr oder weniger starke Blähungen, die die Giftgase in die Umwelt absondern. Mit einer Kolik können Erbrechen - viel öfter jedoch Durchfall - einhergehen.

Hat der Hund Blähungen ohne Kolik, kann man das daran erkennen, dass er sich nicht während der Pups-Attacken verkrampft und seufzt, sondern weitestgehend entspannt daliegt oder sogar schläft.

Blähungen sollten nur dann mit unten aufgeführten Hausmitteln behandelt werden, wenn der Tierarzt ausgeschlossen hat, dass der Hund etwas schlimmes hat.

Behandle also das Thema mit dem nötigen Ernst und fange keine Experimente auf Kosten deines Hundes an!



Ursachen für Blähungen


Vielfältig sind die Ursachen für Blähungen. Wir fangen mit den häufigsten Ursachen an und gehen dann zu immer seltener werdenden Situationen über.

Falsche Ernährung
Richtig. Fast die Hälfte der Biowaffen-fähigen Hunde werden falsch gefüttert. Hund kann nichts dafür, dass das Futter, das er da zu sich nimmt, schlicht "scheiße" ist. Hunde sind Karnivoren - Fleischfresser - die zwar Kohlenhydratanteile für ihren Stoffwechsel brauchen, aber nicht in dem Ausmaß, in dem sie heutzutage oft gefüttert werden.

Besonders Trockenfutter wird mehr und mehr zum Feind von Hundefreunden, denn es enthält zu einem großen Teil Soja, welches viele Hunde nur schlecht vertragen.

Aber auch Dosenfütter von kommerziellen oder Billig-Marken sind nicht viel besser. Auch sie ersetzen "wertvolle" Kohlenhydrate mit billigem Soja.

Auch Lactose kann zu Blähungen führen. Das kannst du allerdings leicht nachprüfen, indem du deinem Hund keine Milch, keinen Quark, Käse etc. für zwei Tage gibst. Wenn er nicht mehr pupst, lag's wohl daran.

Jeder Hund ist einzigartig - und jede Fleischsorte ebenso. Es kann auch sein, dass dein Hund eine bestimmte Fleischsorte schlechter verträgt und dann von dieser bläht. Hier heißt es einfach ausprobieren.

Verdorbene Lebensmittel
Man kennt das: Man will seinen Hund doch nicht 24 Stunden am Tag kontrollieren. Daher lässt man ihn von der Leine, damit er ein bisschen selbst die Welt nach seinem Gefallen erkunden kann.

Das Resultat davon können Blähungen sein, denn manche Hunde fressen gerne Verdorbenes, Kot und andere Abfälle, die schlecht bis gar nicht verdaut werden können.

Beobachte deinen Hund einfach eine Weile genau, um herauszufinden, ob das möglicherweise das Problem ist. Ist dein Hund ein solcher "Aasfresser", kannst du die Harz-Methode versuchen: Füttere deinem Hund einfach ein paarmal pro Woche ein Stück Harzer Käse. Der stinkt wie die Dinge, die Hund am liebsten zu mögen scheint. Einige Hundehalter konnten mit dieser Methode schon ihren Hund vom "Dreckfressen" kurieren.

Futterumstellung
Auch Futterumstellungen können regelrechte Pups-Attacken auslösen. Diese treten auf, wenn du den Hund beispielsweise gerade erst übernommen hast und ihn an "dein" Futter gewöhnst. Pupst er nach 2 Wochen immer noch ohne Krankheitsverdacht, hat er jedoch etwas anderes.

Auch die Umstellung von Trockenfutter auf Nassfutter, Barf etc. kann zu Blähungen führen. Bei sensiblen Hunden kann es sogar durch eine neue Futtersorte oder eine Rezeptumstellung des Herstellers geschehen. Auch hier heißt es zunächst abzuwarten und, wenn keine Besserung eintritt, entsprechend zu reagieren.

Das Alter
Der Ernährungsapparat stellt sich mit dem Alter um und kann bestimmte Stoffe nicht mehr so gut verwerten wie zuvor. Dazu gehören besonders ohnehin "kritische" Lebensmittel wie Soja und bestimmte Eiweiße.

Die Umstellung auf Seniorenfutter ist hier empfehlenswert. Bring deinen Hund auch zu einem Rundum-Check mal bei deinem Tierarzt vorbei. Ist er alt, solltest du dich an Gesundheitschecks deinem Tier zuliebe gewöhnen!

Luftschlucken
Besonders kurzschnäuzige Hunde haben mit diesem Phänomen zu kämpfen. Beim Fressen oder Toben schlucken sie unabsichtlich Luft. Und die muss wieder raus.

Dieses Problem kannst du lösen, indem du beobachtest, wann dein Hund vermutlich die Luft schluckt. Schluckt dein Hund die Luft beim Toben, kannst du wahrlich wenig tun - schließlich willst du ihm das ja nicht verbieten, oder?

Kommt das ganze vom Fressen, liegt die Haupturache im Schlingen des Hundes. Du kannst das Problem ein Stück weit beseitigen, indem du den Fressplatz deines Hundes erhöhst, sodass er etwas unter der Schnauze von Bello liegt.

Auch ein großer Stein (der nicht mitgefressen werden kann - Bitte einen GROßEN Stein nehmen) in der Mitte des Napfes erzwingt ein langsameres und sorgfältigeres Fressen.

Würmer
Spul-, Faden- und Bandwürmer können die Wurzel der bösen Blähungen sein. Das liegt auch in der Natur der Parasiten - denn immerhin bringen sie den Verdauungsapparat des Hundes völlig durcheinander.

Sammle die Häufchen deines Hundes eine Woche lang ein und schaue, ob du in ihnen Indizien auf Faden- oder Spulwürmer, bzw. den Bandwurm findest. Ist der Fall gegeben, bringst du die Stuhlproben zu deinem Tierarzt, kaufst das entsprechende Präparat und verabreichst es deinem Hund.

Was hilft gegen schlimme Bähungen?


Bitte betrachte diese Mitte nicht als Dauerlösungen und scheue nicht, nur weil ein Mittelchen zu wirken scheint, den Besuch beim Tierarzt.

Kümmel
Wie beim Mensch, so beim Hund? Nein! Sicherlich meistens nicht. In diesem Fall allerdings schon.

Ein paar Kümmelkörner im Futter werden normalerweise anstandslos mitgefressen. Kümmeltee soll allerdings die bessere Linderung versprechen. Dazu den Tee in der Apotheke erwerben und wie gehabt kochen. Trinkt der Hund das Gebräu nicht von alleine, kannst du es ihm mit einer kleinen Spritze (aus der Apotheke ohne Nadel) zwischen Lefzen und Zähne spritzen. Schon eine Spritze voll reicht in der Regel.

Streichhölzer
Nein! Die verfüttert man nicht an seinen Wuff, sondern brennt sie einfach ab, wenn er mal wieder ein Zimmer in eine Biogas-Station verwandelt hat. Das Abrennen neutralisiert den üblen Geruch und ermöglicht wieder das Einkehren des Normalzustandes.

Die Nahrung anpassen
Dein Hund wirds dir danken, denn nur die wenigsten Blähungen werden von allein besser. Finde heraus, was bei deinem Hund die Blähungen verursacht und stelle dann dementsprechend das Futter um.

Auch Barfen kann eine sinnvolle Alternative sein.

Es gilt: Je frischer und unbehandelter das Fleisch und die anderen Zutaten, desto besser für die Verdauung deines Hundes!

Bild: CC 2.0 TheGiantVermin

Welche Hunde haaren nicht?

Neben der Katzenallergie ist die Hundeallergie in Deutschland die am weitesten verbreitetste Allergie.Worauf der Allergiker reagiert ist von Mensch zu Mensch verschieden. Sowohl Hautschuppen des Hundes, seine Haare oder sein Speichel können die jeweiligen Allergene (Allergie-Auslöser) enthalten.

Allerdings gibt es Hunderasse, die bekannt sind, seltener Allergien auszulösen als andere. Solche sind vor allem Hunde,  die wenig oder gar nicht haaren.

Einige der Hunderassen, die wenig oder gar nicht haaren möchten wir dir im folgenden Artikel vorstellen. Denn heutzutage muss kaum ein Allergiker mehr auf einen Hund verzichten, nur weil er eine Allergie hat.

"Probekuscheln" ist vor der Anschaffung des neuen Hundes stark angesagt, denn jeder Mensch reagiert anders auf seine Umwelt. So kann es sein, dass manche Allergiker allergischer auf einen Pudel reagieren als auf einen Schäferhund!

Der Pudel:


Pudel sind wohl die populärsten Vertreter Hunde, die für Allergiker geeignet sind. Pudel verlieren ihre Haare nicht - auch nicht in Zeiten des Fellwechsels.

Dadurch bedingt ist es überaus wichtig, den Hund regelmäßig zum Hundesalon zu schicken.

Pudel gibt es in verschiedenen Farben und Größen. Man unterscheidet zwischen Zwerg-, Klein-, und Königspudeln.

Der Barbet (Französischer Wasserhund):


Ein weiterer Vertreter aus Frankreich. Auch er hat Locken, haart nicht und ist wasserverrückt. Allerdings sieht er ein wenig "gröber" aus als ein Pudel und ist weniger populär.

Er wird ungefähr 55cm im Stockmaß groß und kommt in verschiedenen "schlichten" Farben (sandfarben bis schwarz) zur Welt.

Der Lagotto Romagnolo:


Diese Hunderasse ist schon sehr alt und - genau wie der Barbet - dem Wasser verfallen. Für Jagden in Sümpfen würden die Hunde ursprünglich auch gezüchtet.

Der Lagotto hat einen freundlichen und aufgeweckten Charakter und lässt sich leicht erziehen.

Sein Fell ist sehr fein gelockt und wollig. Er wird fast 50 cm hoch und kann vielfältig gefärbt sein.

Der Schnauzer:


Diese bekannte Rasse wird - genau wie der Pudel - in 3 Größen gezüchtet. Diese sind Riesenschnauzer, (Mittel-) Schnauzer und Zwergschnauzer. Es gibt auch verschiedene Fellzeichnungen und Farben, salt-and-pepper und schwarz sind jedoch am geläufigsten.

Diese Rasse haart beinahe überhaupt nicht, muss aber regelmäßig geschoren werden, sodass die Hunde unter dem Haarkleid nicht leiden.

Der Foxterrier:


Typisch Terrier. Diese Hunde haben ihren eigenen Kopf und brauchen daher konsequente und zuweilen humorvolle Besitzer. Leben bringen sie allerdings garantiert ins Haus.

Foxterrier sind den Schnauzern vom Fell her nicht unähnlich und müssen regelmäßig geschoren werden.

Es gibt sie in weiß mit Abzeichen, schwarz und lohfarben.

Der Schapendoes:


Schapendoes ist eine niederländische Schäferhund-Züchtung. Die Hunde werden bis zu 50 cm groß und haben langes, weiches, leicht gewelltes Fell in vielen verschiedenen Farben.

Schapendoes zeichnen sich durch einen eigenständigen und arbeitsfreudigen Charakter aus. Werden diese Tiere hundgerecht ausgelastet und beschäftigt, hat man einen freundlichen und charakterstarken Familienhund.

Der Labradoodle:


Nun stellen wir noch einen derzeitigen "In-Hund" vor: den Labradoodle. Dieser hat seinen Ursprung in Australien und wurde aus Labradoren und Großpudeln gezüchtet. Inzwischen gilt die junge Rasse als eigenständig und wird immer beliebter.

Labradoodles sollen den fröhlichen und lernwilligen Charakter des Labradors mit dem Stolz des Pudels vereinen und wird bewusst nichthaarend gezüchtet. Allerdings ist die Rasse noch jung, sodass vor allem aus kommerziellen Züchtungen, die bloß an dem Geld interessiert sind, oft Hunde entstehen, die sehr wohl haaren und Allergien auslösen können.

Chinesischer Schopfhund


Bedingt durch das wenige Fell, das sie haben, sind sie bekannt, bei Allergikern kaum auf Reaktionen zu stoßen - im positiven Sinne!

Chinesische Schopfhunde sind verspielte, positive Tiere mit einem stolzen und freundlichen Auftreten. Für Menschen, die keinen gewöhnlichen Hund zu besitzen wünschen, sind sie allemal eine Überlegung wert.

Es gibt natürlich auch andere Nackthunde. Der Chinesische Schopfhund soll nur ein exemplarisches Beispiel dafür sein.



Bilder: CC 2.0 by chuck_heston, *tom (luckytom), poodle-tastic, Esparta, Lillyanna, Mihai Bojin, macinate, juhansonin

Bahn macht mobil: Tipps für eine gute Zugfahrt mit Bello

Nicht jeder hat ein Auto oder will lange Strecken damit zurück legen. Der Zug ist eine tolle Alternative dazu, kann man doch während der Fahrt lesen oder sich anders beschäftigen. Und Bello darf auch mit.

Viele Hundehalter sind jedoch verunsichert, was die Mitnahme der Fellnase angeht. Sie fragen sich, wie viel das kostet, wie der Hund sich zu verhalten hat, wo er liegen/sitzen darf und wie die Sache mit dem Maulkorb ist.

Glücklicherweise ist die Bahn sehr eindeutig, was all diese Fragen angeht.

Was kostet es, einen Hund im Zug mitzunehmen?


Ganz einfach: Alle Hunde, die gleichgroß oder kleiner als eine Katze sind, dürfen ohne Maulkorb in einer Hundetasche oder einer Transportbox kostenfrei mitgenommen werden.

Hunde, die größer als eine Katze sind, müssen die Hälfte des Fahrpreises zahlen. Sie fallen also in dieselbe Kategorie eines Kindes bis 14 Jahren.

Wie sollen sich Hunde im Zug verhalten?


Zunächst einmal müssen alle Hunde (außer Blindenführhunde und Begleithunde), die größer sind als eine Katze, angeleint werden und einen Maulkorb tragen. Ja, alle: Pudel genauso wie Pitbulls und Labbies.

Wir empfehlen dir, so einen oder einen ähnlichen Maulkorb anzuschaffen, wenn du noch keinen besitzt: Maulkorb.

Diese Art von Maulkorb lässt sich leicht anlegen und verstauen, trägt sich auch relativ leicht und bequem für den Hund und erweckt bei anderen Fahrgästen nicht direkt den Eindruck, sie hätten da einen Problemhund vor sich.

Belästigen darf er andere Fahrgäste nicht. Beständiges Gekläffe, Knurren etc. (auch geruchliche Belästigung gehört dazu!) gehen gar nicht. Wenn du einen Hund hast, der sich laut und störend in Zügen verhält, solltest du ein paar Erziehungseinheiten genau zu diesem Problem geben und dem Hund ein ruhiges Verhalten im Zug angewöhnen.

Wo darf der Hund sitzen oder liegen?


Hunde dürfen nicht die Sitzplätze belegen - auch wenn sie ein gültiges Ticket haben. Anrecht auf Fußraum haben sie jedoch trotzdem und beinahe niemand wird etwas sagen (außer vielleicht mürrische Rechthaber), wenn der Hund den Fußraum neben deinem Sitzplatz einnimmt.

Hundedecken auf dem kalten Bahnboden sind in der Regel auch kein Problem für Zugpersonal und andere Fahrgäste. Und für deinen Hund ist es allemal angenehm, ein Stück vertraut duftendes Revier unter sich zu haben.

In die Servier- und Speisewagons dürfen nur Blinden- und Begleithunde. Normalsterbliche Hunde werden hier ausgeschlossen... ;)

Was muss beachten, wenn ich mit meinem Hund Zug fahre?


  • Nimm ihm ein paar Leckerlis mit. Vor allem, wenn die Fahrt lang ist.
  • Auch eine Möglichkeit zum Wasser trinken sollte vorhanden sein.
  • Plastikbeutel und ein paar Küchentücher (Zewa etc.) tun gute Dienste, wenn mal ein Missgeschick passiert.
  • Die Hundedecke bietet deinem Hund ein Stückchen Wärme und Sicherheit.
  • Gehe vor der Fahr mit deinem Hund spazieren, bis er komplett "entleert" ist.
  • Füttere nicht sofort vor der Fahrt - das kann zu Übelkeit führen.
  • Aktive Hunde sollten vor der Fahrt gut ausgelastet werden, damit sie sich um Zug ruhig hinlegen und im besten Fall schlafen.


Wie gewöhne ich meinen Hund an das Zugfahren?


Hast du einen Welpen, hast du es leicht. Diesen nimmst du einfach an einem schönen Tag zu nach einem langen Spaziergang mit in den Zug und fährst eine Station mit ihm. Du solltest einen "leeren" Zug wählen - also nicht gerade zwischen 6 und 8 bzw. 16 und 19 Uhr fahren, weil um diese Zeiten die meisten fahren.

Verhält sich dein Welpe ruhig und entspannt, solltest du ihn loben. In der Regel verhalten sich junge Hunde interessiert und entspannt in Zügen. Die Fahrt macht ihnen meistens so gut wie nichts aus.

Langsam kannst du die Fahrtzeiten erhöhen. Normalerweise gewöhnt sich so jeder Hund problemlos an ruhiges und entspanntes Bahnfahren.

Hast du einen älteren Hund, gehst du im Grunde genauso an die Sache heran - nur geduldiger. Wiederhole öfters den ersten Schritt (nur eine Station fahren)- besonders, wenn er Unruhe und Unbehagen zeigt.

Denke daran, selbst entspannt und ruhig zu sein, denn dein Verhalten überträgt sich auf deinen Hund. Lobe bei jedem guten Verhalten und vermeide strenge Bestrafung, wenn es nicht sofort so klappt, wie du denkst.

Bild: CC 2.0 kdnewton

Hilfe, unser Hund jagt unsere Katze!

Wie Hund und Katze heißt ein berühmtes Sprichwort. In einigen Hundehalter-Haushalten ist es leider mehr als ein Sprichwort - nämlich grausame Realität. Hund und Katze kommen nicht mit einander aus, denn sie missverstehen einander einerseits und verhalten sich andererseits oft auch nach dem vollkommen natürlichen Räuber-Beute-Schema: Katze läuft weg und der Hund hinterher.

Erste Hilfe


Die Katze ist die Leidtragende in diesem Fall. Sie muss zunächst vor dem Hund "geschützt" werden, denn die meisten Katzen bleiben leider nicht stehen und wischen dem Hund eins mit ihren Krallen aus, sondern laufen weiter weg, bis sie einen geeigneten Platz gefunden haben.

Dass die Katze einen oder mehrere sichere Plätze hat, um sich vor dem Hund zurück zu ziehen ist sehr wichtig, damit sie nicht zu sehr unter Stress leiden muss. Machen sie ihr Plätze zugänglich, an die der Hund nicht gelangen kann. Dazu können gleichermaßen Höhlen und erhöhte Plätze gehören, wobei einer Katze beinahe immer ein erhöhter Platz lieber ist.

Das Katzenklo sowie Futter- und Trinknäpfe sollten ebenfalls sofort an einen Ort gestellt werden, wo die Katze ihre Ruhe hat. Eine Katze, die beim Fressen und beim Toilettengang angebellt oder anders bedrängt wird, leidet unter enormen Stress, was dazu führen kann, dass sie "Protest-Pinkelt".

Hast du einen besonders schlimmen Katzen-Jäger bei dir zu Hause, gehört zum Erste Hilfe Programm auch, den Hund anzuleinen, sodass du die bestmögliche Kontrolle hast.

Merke: Die Katze als "Opfer" der Situation hat absolutes Vorrecht. Der Hund muss SEIN Verhalten ändern und ist daher derjenige, der Rücksicht nehmen und Einbußen machen muss.

Die ranghohe Katze


Ein Haus mit ungestressten Tieren, die friedfertig miteinander umgehen, kannst du nur erreichen, wenn du der Katze die ranghöhere Position im Haus zugestehst (natürlich nicht ranghöher als du!). Der Hund muss einerseits wissen, dass sie zum Rudel gehört und andererseits, dass sie über ihm steht und er daher keine Befugnis hat, sie zu jagen oder auf eine andere Weise zu unterdrücken.

Hier ist eine Liste mit Tipps, mit deren Hilfe du erreichen kannst, dass dein Hund deine Katze als ranghöher begreift:
  • Füttere deine Katze immer vor dem Hund. Und gib ihm erst sein Futter,wenn sie zu Ende gefressen hat.
  • Wenn du Leckerchen gibst, bekommt die Katze ihre zuerst, ohne etwas leisten zu müssen. Der Hund bekommt wieder erst etwas, wenn sie fertig mit dem Fressen ist und muss zudem etwas dafür leisten ("Sitz", "Bleib", etc.).
  • Wenn du nachhause kommst und sich beide Tiere im Raum befinden, begrüßt du die Katze zuerst und ignorierst den Hund völlig, bis du der Katze Streicheleinheiten geliefert hast.
Damit dein Hund auch begreift, dass die Katze zum Rudel gehört, solltest du sie oft auf den Arm nehmen, streicheln, mit ihr reden. Der Hund begreift in der Regel sehr schnell, wer zur Familie gehört und wer nicht.


Den Katzen-Jäger genau beobachten


Deine genaue Beobachtungsgabe als Dosenöffner ist hier gefragt. Du musst deinen Hund genau im Visier haben und jede Äußerung seiner Körpersprache in dich aufnehmen, sodass du bestens weißt, was seine erste Reaktion ist, wenn er die Katze wittert, hört oder sieht.

Ein aufgerichtetes Fell kann ein Hinweiß sein, genauso eine leicht angezogene Lefze oder der fixierende Blick.

Glaube uns, nach einer Weile wirst du ein wahrer Experte für die Jagd-Körpersprache deines Hundes sein.

Wenn du nun weißt, welches "Zeichen" dein Hund versendet, bevor er zum Jagen übergeht, reagierst du ab sofort auf dieses Zeichen, indem du einen Ablenkungsreiz an deinen Hund richtest. Ein Ablenkungsreiz hat das Ziel, dass dein Hund aufhört, sich auf die Katze zu konzentrieren (und anfängt, sie zu jagen) und seine Aufmerksamkeit stattdessen auf etwas anderes richtet.

Clicker, Schepperdosen (mit Cent-Stücken gefüllte und zugeklebte Cola-Dosen), Trainings-Discs, ein Sprayhalsband etc. bieten wunderbare Ablenkungsreize.

Wichtig ist, dass dein Hund einen solchen Reiz nicht mit dir in Verbindung bringt. Daher raten wir dir, nicht gleichzeitig zu rufen und gegebenenfalls von einer Hilfsperson Gebrauch zu machen.

Nur die Ruhe


Du kannst nicht erwarten, dass ein Hund mit ausgeprägtem Jagd-Trieb (Terrier etc.) von einem Tag auf den anderen mit einer wunderbaren Beschäftigung wie dem Katzen-Jagen aufhören. Du musst konsequent sein und die ruhige, feste Hand haben, die gute Hunde-Erziehung fordert.

Nimm dir mindestens zwei Wochen Zeit für ein ausgeprägtes Training. Wenn du dann immer noch keine gute Wende bei deinem Hund spürst, solltest du einen Hunde-Trainer mit deinem Problem konsultieren.

Vermutlich werden deine beiden sie niemals so sehr lieben, wie unten abgebildetes Pärchen, aber ein friedvolles Haus sollte für jeden Haustierhalter zu erreichen sein!



Bild: CC 2.0 by photogramma1

Gründe und Lösungen für das Wund-Lecken bei Hunden

Dafür, dass ein Hund sich wund leckt gibt es beinahe so viele Gründe wie Sand am Meer. Das Symptom ist jedoch meistens gleich: Er leckt sich (wann immer man nicht hinschaut) eine bestimmte Stelle. Diese wird immer kahler und schließlich wund. Einige Hunde machen selbst bei einer wund geleckten Stelle nicht halt und lecken, bis es blutet. Nun die Frage: Was sind die häufigsten Ursachen für so ein Verhalten?

Denke jedoch bitte daran: Wir ersetzen nicht deinen Tierarzt. Ein Hund, der sich sein Fell wund leckt, muss untersucht werden. Mit unserer Zusammenfassung kannst du dich jedoch vorher schon informieren und eventuell bestimmte Ursachen ausschließen.

Psychische Ursache: Leckmanie


Mehr Hunde als selbst die Tierärzte manchmal glauben leiden unter dem psychosomatischen Lecken. In den meisten Fällen ist es so, dass der Hund irgendwann einmal ein tatsächliches Jucken an einer Stelle hatte (z.B. durch einen Flohbiss) und sich dort permanent geleckt hat.

Als der Biss verschwand, hörte er allerdings nicht auf, sondern machte weiter.

Die häufigsten Ursachen für ein solches Lecken sind Stress und Langeweile.

Hat dein Hund in letzter Zeit eine Umstellung in seinem Leben erfahren - ist z.B. ein neues Familienmitglied (auch tierisch) eingezogen, hast du einen neuen Job oder bist du neu verliebt? Dein Hund reagiert sensibel auf dein Verhalten und weiß oft nicht, wie er damit umgehen soll. Ablenkung in Form von Lecken hilft da eventuell, eine gewisse Routine beizubehalten und "Stabilität" in ein stressiges oder sich änderndes Leben zu bringen.

Hast du ein solches Sensibelchen als Hund, solltest du ihm seine Routine auf eine andere Weise geben. Beispielsweise durch längere Spaziergänge, feste Spielzeiten etc. Die Wunde sollte verbunden werden, sodass der Hund nicht mehr daran kann. Gegebenenfalls kannst du etwas Wundsalbe darauf geben, dass es schneller verheilt.

Einige unterforderte Hunde lecken sich ebenfalls - aus Langeweile. Diese Hunde vermissen Action in ihrem Leben und vielleicht auch etwas mehr Abwechslung. Einen solchen Hund heißt es auszulasten. Longieren, Agility und andere Hundesports können da eine gute Antwort auf die Langeweile sein. Auch hier heißt es natürlich, die Wunde zu verbinden, sodass Bello sich nicht mehr dort Lecken kann.

Ursache: Unerwünschte Mitbewohner


Auch bestimmte Parasiten bringen Wuff durch Juckreiz schier zur Verzweiflung.

Flöhe sind hier häufige Kandidaten, die zumindest für kurze ihr Unwesen auf dem Hund treiben, ihn beißen (oft mehrere Male an einer Stelle) und dann meistens auch schon vom Besitzer oder vom Hund selber wieder vertrieben werden. Flohbisse erkennt man daran, dass sie kleine rote Punkte sind, die von einem weißen Hof umrundet sind. Flöhe neigen dazu, Fehlstiche zu tun und beißen daher oft mehrere Male auf dem gleichen Quadratzentimeter Haut.

Milben sind ein weiterer häufiger Grund für starken Juckreiz bei Hunden, auf den sie mit intensivem Lecken reagieren. Es gibt viele verschiedene Milbenarten. Ohrmilben finden sich in und an den Ohren, Herbstgrasmilben lassen sich oft an einem bestimmten Platz im Fell nieder und Raubmilben befallen gar den ganzen Pelz, was oft zu immensen Schuppen führt.

Ein weiterer Parasit, der genannt werden will, ist die Laus. Läuse können ebenfalls zu Juckreiz führen, der mit Wundlecken beantwortet wird. Läuse allerdings sind Schwächeparasiten, die nur die wenigsten Hunde befallen. Die Hunde, die von Läusen befallen sind, sind meistens schon durch andere Krankheiten, Futtermangel, unhygienische Umstände oder andere Parasiten so geschwächt, dass sie sich nicht mehr gegen Läuse wehren können.

Findet das Lecken in der Nähe das Afters statt, kann es sich auch um Wurmbefall von Spulwürmern, dem Bandwurm oder Fadenwürmern handeln.

Ursache: Reizung


Bestimmte Chemikalien sind einfach Gift für unsere Hunde. So oft auch Schädlingsbekämpfungsmittel in Wiesen, Feldern oder gar im Wald. Diese Chemikalien setzen sich beispielsweise an "dünnen" Stellen in der Haut (z.B. zwischen den Ballen) fest und reagieren dort mit der Haut. Als Reaktion leckt sich der Hund dort.

Chemikalien gibt es natürlich auch in der eigenen Wohnung. Bestimmte Putzmittelgehören eindeutig dazu.

Auch Streusalz im Winter verursachen schwere Reizungen an des Ballen bei vielen, vielen Hunden.

Das Lecken kann helfen, ist jedoch auch "schlecht", weil die Chemikalie so ins Innere gelangt und dort weiteren Schaden anrichten kann. Läuft man mit seinem Hund täglich den gleichen verseuchten Weg, kann das zu einem permanenten Wundlecken führen.

Auch Grannen (von bestimmenten Getreidearten) können zu schweren Reizungen der Hautführen, wenn sie in die Haut des Hundes eindringen und sich durch ihre Widerhaken nicht mehr von selbst lösen. Grannen können sogar schwere Entzündungen hervorrufen.

Hundeschuhe können hier vorbeugen und ein Stück weit Abhilfe verschaffen. Wundsalben helfen auch hier bei der Heilung - sollten allerdings vom Tierarzt "verschrieben" werden.

Ursache: Futterumstellung


Viele Hunde reagieren empfindlich, wenn sie völlig neues und unbekanntes Futter bekommen. Juckendes Fell kann da auf jeden Fall auftreten und dazu führen, dass der Hund sich wund leckt.

Hast du den Verdacht, dass es an der Futterumstellung liegt, solltest du deinen Tierarzt konsultieren, ob es sich empfiehlt, die Umstellung "durchzuziehen" und zu warten, bis die Eingewöhnungsphase vorbei ist, oder zum alten Futter zurückzukehren.

Ursache: Allergie


Mehr Hunde, als man denkt, leiden an Allergien. Manche reagieren dabei allergisch auf Parasiten wie Milben, andere auf bestimmte Inhaltsstoffe im Futter und wieder andere auf Gräser etc. Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf Stoffe, die eigentlich keine Bedrohung für den Hund sind und müssen in jedem Fall individuell vom Tierarzt behandelt werden.

Bild: CC 2.0 by erin MC hammer

Schnipp-Schnapp, Kralle ab! Krallen schneiden bei Hunden leicht gemacht

Manchmal braucht eben auch Wuff eine Pediküre. Nur nicht aus Eitelkeit, sondern um schmerzhaftes Einwachsen der Krallen in die Ballen zu verhindern.

Nun die Frage: Muss man dafür extra zum Hundesalon oder zum Tierarzt oder lässt sich das auch zu Hause machen?

Was braucht man zum Krallen schneiden?


Die Zutatenliste ist kurz und eindeutig. Sei daher bitte darauf bedacht, keine Schnäppchen auf Kosten deines Hundes zu schlagen.
  1. Eine Krallenschere
  2. Eine erhöhte, rutschfeste Unterlage für den Hund
  3. Taschenlampe und Bleistift bei dunklen Krallen
  4. Einen Hund, der im Idealfall Pfötchen kann
  5. Leckerlies oder nette Worte

Die Krallenschere


Die Krallenschere ist das wichtigste Utensil für die Pfotenpflege. Es ist wichtig, dass die Schere sehr scharf ist. Besonders bei stabilen und großen Krallen kann es bei billigen Geräten oder Ersatzgeräten (z.B. Seitenschneider, Kneifzange, Gartenschere) zu Quetschungen der Blutgefäße kommen, die sehr schmerzhaft für den Hund sind. Ein zweites friedliches Krallenschneiden gibt es dann sicherlich nicht mehr für dich, denn Bello merkt sich das.

Auch wird durch eine scharfe Krallenschere das Splittern der Krallen verhindert.

Wir empfehlen daher beispielsweise diese Schere: Trixie 2368 Krallenschere 16 cm.

Die Unterlage


Glaube uns, es ist für dich tausendmal angenehmer, dem Hund die Krallen zu schneiden, wenn er auf einem erhöhten Platz sitzt, sodass du dich nicht zu ihm herunter beugen musst.

Es ist wichtig, dass dein Hund nicht rutschen kann, während du ihm die Krallen schneidest, denn das kann dazu führen, dass du mit der Schere verrutschst und ihn möglicherweise schneidest.

Gute Unterlagen bieten Tische und Waschmaschinen, die am besten mit einer rutschfesten Gummiunterlage abgedeckt sind. Bei großen Hunden, die sich nicht so einfach auf einen Tisch herauf heben lassen, bieten sich auch Betontreppen draußen an.

Der Hund


Wenn du einen Hund hast, dem noch nie die Krallen geschnitten wurden, musst du ihn erst einmal an die Krallenschere und den Prozess sanft heranführen.

Das Pfötchengeben ist hier sehr nützlich. Wenn dein Hund zu den Hunden gehört, die ihre Pfote sofort wieder zurück ziehen, solltest du mit ihm üben, seine Pfote eine Weile in deiner Hand ruhen zu lassen, bis du ihm erlaubst, sie wieder abzustellen. 20 Sekunden sollten vorerst dein Ziel sein.

Zeige ihm auch mehrere Male die Krallenschere, lass ihn daran schnüffeln und belohne ihn mit Lob.

Wir empfehlen, dass du bei deinem Hund auch das "Phantom-Schneiden" übst, also so tust, als würdest du die Krallen schneiden. Gehe dabei ruhig einmal komplett alle Krallen inklusive Wolfskrallen ab und lobe deinen Hund jedes Mal mit netten Worten, wenn er stillhält.

Merkst du allerdings, dass dein Hund schon bei den "Phantom-Schnitten" zappelt wie verrückt, kannst du dir immer noch überlegen, ob du ihn nicht lieber einem Profi anvertrauen willst - also deinem Tierarzt oder einem Hunde-Salon.

Wie du am besten vorgehst

  1. Den Hund ausleuchten: Nicht alle Hunde haben helle Krallen, bei denen man genau sieht, wo die Blutgefäße in der Kralle liegen. Wir empfehlen dir daher, vor dem Schneiden eine Taschenlampe gegen die Krallen deines Hundes zu halten, sodass du genau siehst, bis wohin du schneiden darfst. Markiere auf der Kralle mit dem Bleistift, wo die Blutgefäße aufhören.
  2. Lob deinen Hund, dass er so geduldig war. Wenn du den Eindruck hast, dass er nicht mehr lange still halten kann, lass ihn ruhig 10 Minuten frei und setz ihn danach wieder auf den Tisch. In der Regel ist es jedoch besser, die Prozedur schnell und in einem durchzuführen.
  3. Fange mit den Vorderläufen an. Das ist vor allem dann gut, wenn du noch unerfahren bist und gerade deine ersten Schnitte tust. Halte die Schere UNTER die markierte Stelle und schneide die Kralle so ab, dass das Ende der Kralle den Boden ungefähr waagerecht berührt. Halte die Pfote mit deiner "Hilfshand" (meistens die linke) ruhig die ganze Zeit fest (ohne die Pfote zu zerquetschen, versteht sich), damit dein Hund sie dir nicht überraschend wegzieht. Arbeite dich Kralle für Kralle vor und lobe Bello nach jedem Schnitt.
  4. Gehe danach zu den Hinterläufen. Bei den meisten Hunden ist es leichter, die hinteren in die Hand zu nehmen und so zu schneiden oder sie auf ein Buch etc. zu stellen, sodass du leichter an die Krallen kommst. Auch hier Kralle für Kralle vorarbeiten und brav weiter loben.
  5. Die Wolfskrallen kommen zuletzt.
  6. Bello bekommt jetzt noch einmal ein dickes Lob und vielleicht auch eine leckere Belohnung. :-)

Und wenn er blutet?


Schneidest du trotzdem einmal in die Blutgefäße der Krallen, ist das noch kein Weltuntergang. Der Hund hat dann natürlich schmerzen (sogar ein paar Tage lang, je nachdem, wie tief du reinschneidest) - aber in der Regel, legen sich diese schon nach 10 Minuten wieder.

Jod-Tinkturen sind hier sehr hilfreich, denn sie stoppen die Blutung und wirken einer Infektion entgegen.

Bild: CC 2.0 by aarontait

Darf der Hund ins Bett? Hygiene und andere Argumente

Wir behandeln nun ein oft sehr kontrovers diskutiertes Thema aus der Hunde(halter)welt. Die Frage, ob der Hund im Bett schlafen sollte oder nicht.

Grundsätzliches zuerst: Ist es gesundheitlich bedenklich, einen Hund im Bett schlafen zu lassen?

Hund und Hygiene


Grundsätzlich kann man schlicht und einfach "Nein" sagen. Ein Hund, vorausgesetzt er wird regelmäßig auf Krankheiten untersucht, entwurmt und geimpft, ist gesundheitlich völlig unbedenklich für uns Menschen. Ist er natürlich nicht gesundheitlich vom Tierarzt "gewartet" worden, kann man nicht ausschließen, dass er Würmer, Zecken, oder gar Krankheiten mit nach Hause bringt, die dann dich als Hundehalter befallen oder anstecken können.

Auch sollte das Fell des Hundes täglich gepflegt werden (also mindestens einmal täglich richtig durchgebürstet werden), damit man nicht unter einer Decke aus Hundehaaren schläft.

Es gibt auch Hunde, die schlichtweg stinken. Große Hunde mit großen Zähnen riechen nun einmal stark nach dem Futter, das sie fressen. Hunde scheren sich auch nicht darum, dass du im Bett liegst, wenn sie ihre Blähungen frei lassen. Und manche Hunde (oft Rottweiler und andere kurzhaarige Hunde) besitzen ein Fell, das übermäßig viel Talg produziert und daher stinkt. Im Gegensatz zu Mundgeruch und Blähungen kann diese Art von Gestank schnell in die Bettwäsche einziehen, sodass man quasi IM Gestank des Hundes nächtigt.

Nun musst du dich fragen, will ich in einem stinkenden Bett schlafen, nur damit er sich nicht ausgeschlossen fühlt - ergo, ich mich nicht schlecht fühle?

Mensch und Hund


Die nächste Frage, die du dir stellen musst, ist folgende: Will ich, dass mein Hund FÜR IMMER bei mir im Bett schläft? Denn wenn du es einmal zulässt, wird es sofort zu einer Gewohnheit, die sich der Hund kaum mehr abgewöhnen lässt.

Eine ökologisch unbedenkliche Heizdecke im Winter zu haben, scheint zunächst attraktiv, genauso das Argument, nicht alleine schlafen zu müssen - also immer einen mobilen Teddybär zu haben, der als Krönung des Ganzen auch noch atmen und interagieren kann.

Doch was halten andere davon? Beispielsweise dein jetziger oder zukünftiger Partner?
Und willst du wirklich deine Sehnsucht nach einem Partner, der mit dir im Bett schläft, durch deinen Hund befriedigen?

Lass dir eins sagen: Sehr viele Menschen, vor allem Männer, finden es überhaupt nicht gut, sich ihr Bett mit einem ausgewachsenen Hund zu teilen. Das kann sogar so weit gehen, dass die Trennung nicht zu vermeiden ist.

Übrigens sind die meisten Menschen, die Hunde in ihrem Bett schlafen lassen, Frauen. Verwunderlich? Nicht wirklich, oder?

Hund und Mensch


Ein weiteres Problem, über das man nachdenken sollte, ist das der Rangordnung. Während die einen argumentieren, dass es das normalste der Welt ist, dass ein Hund nachts in der Nähe des Rudelführers schläft, sagen die anderen, dass ein Hund in freier Wildbahn NIEMALS das Lager des Rudelführers - also das Bett - beanspruchen würde.

Wir schließen uns der 2ten These an und sagen, dass es zu einem deutlichen Konflikt in der Rangordnung kommen kann, wenn der Hund im Bett geduldet wird.

Dem Hund sollte unserer Meinung nach von Anfang an klar gemacht werden, dass das Bett DEIN Revier ist, in dem er nichts zu suchen hat. Der Hund sollte also, wenn er Anstalten macht, aufs Bett zu springen mit einem konsequenten "NEIN" davon abgehalten werden. Tagsüber solltest du die Tür ins Schlafzimmer schließen, um nicht unentwegt das Tun deines Hundes verfolgen zu müssen.

Denk immer daran, du tust deinem Hund nichts Schlechtes, indem du ihm verweigerst, mit dir in einem Bett zu schlafen. Auch wenn er zunächst darunter zu leiden scheint - du musst stärker sein (ein Rudelführer nun einmal) und ihm einen anderen Schlafplatz zuweisen. Dieser kann gerne im Schlafzimmer sein - deine Matratze jedoch sollte nur dir gehören.

Bild: CC 2.0 by sfbox

Jetzt wird's amtlich: Was man bei der Anmeldung beachten muss

Du hast gerade deinen Hund bekommen, knuddelst ihn und schließt ihn so richtig ins Herz. Du hast alles an Hundeausrüstung besorgt, ihm einen gemütlichen Schlafplatz eingerichtet und für genügend Futtervorräte gesorgt. Nur eines fehlt: Die Steuermarke am Halsband, denn dein Hund ist noch nicht angemeldet.

Wie du vorgehen solltest:


Spätestens ab dem vierten Lebensmonat sollte der Hund gemeldet werden. Übernimmst du ihn, wenn er älter ist als das (z.B. aus dem Tierheim), musst du ihn zu Beginn des nächsten Monats anmelden.

Die Anmeldung erfolgt in deiner Gemeinde. Und das denkbar einfach: Du kannst entweder alleine dorthin gehen oder anrufen und dir die Formulare zuschicken lassen. Papiere vom Tierarzt oder Züchter sind in der Regel nicht gefragt, sodass Anmeldung deines Hundes zu einem Großteil auf Vertrauen mit deinem zuständigen Gemeindeamt basiert.

Also keine Angst vor großen Hunden! ;-)

Sei einfach ehrlich, vor allem, wenn es um die Frage geht, welcher Rasse dein Hund angehört. Das entscheidet nämlich letztendlich die Steuerklasse, in die er fällt und somit den jährlichen Beitrag, den du zahlen musst.

Lügst du und sagst, dass dein Pitbull ein Yorkshire-Terrier ist, kann dir das bei einer Kontrolle (beispielsweise wenn der Hund entläuft und eingefangen wird) teuer zu stehen kommen.

Sei auch ehrlich, was die Herkunft deines Hundes angeht. Übernimmst du beispielsweise einen alten Polizeihund, musst du keine oder nur ermäßigte Hundesteuern zahlen, weil die Polizei den Lebensabend des Hundes auf diese Weise bezuschusst. Auch viele Tierheime unterstützen dich bei der Hundesteuer, sodass du weniger zahlen musst.

Die Kostenfrage:


Wieviel du letztendlich zahlen musst, hängt davon ab, in welcher Gemeinde du lebst, wie viele Hunde du hast und welcher Rasse sie angehören. Im Regelfall gelten für "normale" Hunde keine Steuersenkungen.

Dass sich Hundehalter fragen, ob sie die Steuern für ihren Hund auf irgendeine Weise senken können, ist für uns mehr als verständlich! Es bedeutet ja nicht, dass man die Steuern hinterzieht, wenn man von Rechten Gebrauch macht, die einem zustehen. Hier sind daher die Faktoren die eine starke Verminderung der Steuer bzw. deren Aufhebung mit sich führen.
  • Nutzhunde: Schafhütehunde oder Wachhunde auf abgelegenen Höfen
  • Polizei- und Rettungshunde
  • Blinden- und Behindertenhunde
  • Hunde mit bestandener Begleithundprüfung
  • Hunde, die in kommerziellen, privaten Züchtungen leben
Fällt dein Hund in eine dieser Kategorien, musst du deiner Gemeinde "beweisen", dass er tatsächlich dazu gehört - also entsprechende Formulare vorzeigen.

Hier ist eine wunderbare Web-Adresse, die alle Hundesteuern innerhalb Deutschlands für die einzelnen Gemeinden auflistet: http://zergportal.de/baseportal/Hundesteuer/Datenbank.

Bild: CC 2.0 by pthread1981

Den Hunde longieren - Was ist das?

Hunde Longieren - Was ist das?
Das Longieren des Hundes ist ein Trend der langsam aber sicher immer bekannter in deutschen Landen wird. Grundsätzlich funktioniert es gar nicht so anders wie das allseits bekannte Longieren von Pferden (wo das Pferd an einer langen Leine, genannt Longe, um seinen Besitzer herumläuft).

Anders als bei der Pferdehaltung liegt der Fokus hier allerdings nicht nur darauf, dem Hund ausreichend Bewegung zu verschaffen - Nein, das Longieren soll den Hund auch mental fordern, sodass er ganzheitlich ausgelastet wird und keinem Alltagstrott zum Opfer wird.

Es geht also um mehr, als Wuff stundenlang im Kreis laufen zu lassen, bis ihm die Zunge hängt. Im Gegenteil: Es geht viel eher darum, aus der Distanz zu bewirken, dass der Hund ständig auf dich, seinen Halter, fixiert ist und deine Kommandos umsetzt.

Gutes Konzept, nicht? ;-)

Wozu ist es gut?
Wie man schon oben erkennen kann, liegt der Fokus darauf, die Kommunikation zwischen Hund und Mensch zu fördern. Dadurch, dass der Hund non-stop auf seinen Halter schauen muss, lernt er auch für normale Spaziergänge immer geistig "da" zu sein. Dadurch wird auch die Distanzkontrolle deinerseits gefördert und die allgemeine Konzentrationsfähigkeit des Hundes nimmt zu.

Ganz abgesehen von der Beziehung Mensch-Hund wird der Hund mental und körperlich gut ausgelastet, sodass sich nach einiger Zeit seine Ausdauer deutlich verbessert und Jagd- und Lauftrieb vermindert werden.

Wer ist dazu geeignet?
Das Longieren ist für jeden körperlich aktiven Hund und jeden Halter geeignet. Auch körperlich beeinträchtigte Menschen kommen hier mit Bello voll auf ihre Kosten und können das Programm durchziehen.

Solltest du an einen Rollstuhl etc. gebunden sein, brauchst du für das "An-Longieren" deines Hundes erst einmal Hilfe von Freunden, aber wenn die Grundzüge erlernt sind, wirst du auf keine Hilfe mehr angewiesen sein.

Was braucht man dazu?
-Platz: Du solltest ein Stück Wiese nehmen, wo du mindestens 10x10m Platz hast, um den Longier-Kreis aufzustellen und möglichst ungestört von anderen äußeren Einflüssen bist.
-Material, um den Kreis zu bauen, um den Wuff laufen soll: Der Klassiker sind hier Zeltheringe und rot-weißes Flatterband. Bretter für einen fest-installierten Kreis gehen auch, genauso Zeltstangen etc. Hauptsache der Kreis ist am Ende rund und signalisiert Bello, dass er da nicht rein soll.
-Lot zum Abstecken des Kreises: Am besten ein Seil in der entsprechenden Länge - gegebenenfalls auch die Longe selbst.
-Longe für den Hund: Hier tut es auch - man glaubt es kaum - eine handelsübliche Wäscheleine in der richtigen Länge. Hauptsache ist, dass die Leine nicht zu schwer ist. Es ist also vor allem für mittelgroße und kleine Hunde eher vorteilhaft, eine billige aber leichte Wäscheleine zu nehmen anstelle einer mitunter doch recht schweren Longe.
-Karabinerhaken für die Longe: Auch hier ist kleiner und leichter Trumpf.
-Leckerlies bzw. Futterdummy

Wie es mit dem Training geht, kannst du hier nachlesen: Hund longieren - Wie geht das?

Den Hund longieren - Wie geht das?

Dass Longieren nicht nur etwas für Pferde ist, haben uns die Skandinavischen Polizeihunde schon seit 1960 bewiesen. Hier kannst du nun lernen, wie du das Longieren sanft deinem Hund beibringen kannst.

Andere Tipps und Infos findest du hier: Hunde longieren - Was ist das?

Schritt 1: Grundsätzliches

Hier geht es darum, Bello sanft an die Longe heran zu führen, denn wie du es dir denken kannst, ist es für einen Hund alles andere als natürlich, im Kreis um seinen Halter herumzulaufen in der Erwartung neuer Kommandos.

Wir gehen daher sehr sanft und rücksichtsvoll mit dem Hund um. Wir wollen ihn nämlich positiv bestärken und  ihm nicht im Vornherein schon die Lust am Longiert-Werden nehmen.

Merke dir direkt am Anfang 3 Dinge:
  1. Gelobt wird nur, wenn der Hund AUßERHALB des Kreises läuft. Gelangt der Hund IN den Kreis, wird er mit "Ab" heraus gewiesen und gegebenenfalls sanft heraus geschubst.
  2. Bitte neue Kommandos verwenden, wenn der Hund longiert wird. Also "Go" anstelle von "Fuß" und "Stop" anstelle von "Steh". Kommandos wie "Sitz", "Platz", "Hop" dürfen gleich bleiben.
  3. Nie länger als 5-10 Minuten trainieren. Mehr als das treibt den Hund in die Erschöpfung und erzeugt eine negative Verstärkung, die ihm die Lust am Longiert-Werden nehmen könnte.

Schritt 2: Das Anlongieren

Hier geht es zunächst 100% darum, den Blick deines Hundes auf dich zu richten während er außerhalb des Kreises neben dir herläuft. Er ist also nur sehr kurz (ca. 1m) an der Longe.

Lasse ihn, so wie ihr es vermutlich gewohnt seid, an deiner linken Seite laufen und belohne ihn, sobald er zu dir heraufschaut. Zu Beginn darfst du ihn noch mit "Schau" rufen, aber bereits nach ein paar Minuten sollte es auch ohne gehen, sodass er dich ständig fixiert. Du kannst auch gerne ein paar Kommandos wie "Sitz" einbauen, um das Training aufzulockern und auch für den Hund interessanter zu gestalten.

Wenn ihr es über mehrere Runden geschafft habt, dass er dich ständig fixierst, näherst du dich der Mitte des Kreises ein bisschen, lässt also ein wenig Platz zwischen dir und deinem Hund. Will er dir nach, sagst du "Nein", "Ab", oder was ihm auch immer signalisiert, dass er außerhalb des Kreises laufen soll.

Dies ist die schwierigste Hürde für euch beide. Verliere also nicht den Mut, wenn's nicht sofort klappt.

Schritt 3: In die Mitte!

Wenn es dann für ein paar Runden klappt, gehst du weiter auf die Mitte zu und gehst auf gleiche Weise vor wie oben. So erhöhst du den Abstand zu deinem Hund, bis du schließlich genau in der Mitte des Kreises stehst und er dich fixierend außen herum läuft.

Nun beginnt das eigentliche Training und du kannst nach und nach Kommandos einführen, wie du es möchtest und wie du deinen Hund forderst ohne ihn zu überfordern.

Übrigens klappt das Longieren bei den meisten Hunden nach einiger Zeit so gut, dass die Longe abgenommen werden kann und der Hund ohne jegliche Behinderung im Kreis läuft. Das hat natürlich den Vorteil, dass mensch nun Hindernisse anbringen kann, die Wuff überwinden soll... ;-)


Viel Spaß beim Longieren!

Tipps und Tricks, die dem Hund das Zurück-Kommen lehren

Viele Hundehalter kennen folgendes Problem oder ein ähnliches: Sie gehen Gassi und wollen ihrem Hund etwas Guten tun. Damit der Wuff schnüffeln kann und etwas selbst bestimmen kann, wohin er geht, wird er von der Leine gelassen. Zunächst ist alles super, er hört, schaut immer wieder zum Besitzer zurück und entfernt sich nicht allzu weit. Dann plötzlich: der Umschwung. Der Hund läuft weg, bis er schließlich außer Sichtweite gerät und Herrchen gerät in Panik.

Natürlich kommen die meisten Hunde irgendwann zurück oder lassen sich zumindest wieder finden. Aber dass der Hund immer wieder wegläuft ist alles andere als erfreulich: Schließlich setzt sich Bello auf seinen Streifzügen ernsthaften Gefahren aus - genannt seien hier nur Straßen, Jäger und andere Hunde.

Wie bekommt man das Problem in den Griff?


Was du nicht tun solltest:

Der Hund ist - egal welche Zucht - immernoch ein Stück weit Wildtier, dass seinen Instinkten folgt. Der Hund ist auch nicht doof und kennt dich als seinen persönlichen Dosenöffner sehr gut. Beispielsweise weiß er auch, dass du nicht so schnell rennen kannst wie er und dass ihm auch keine ernsten Konsequenzen drohen, wenn er wegläuft.

Hier sind daher einige Hinweise, wie du eventuell das negative Verhalten deines Hundes eher verstärkst, als das Problem zu lösen:

Nicht hinterher laufen:
Der Hund, der von dir verfolgt wird, hat die Möglichkeit, dein Verhalten auf zwei Weisen zu deuten:
  1. Er denkt, du willst mit ihm spielen. Das findet er toll und rennt weiter.
  2. Er bekommt Angst, ihm stehe eine Bestrafung bevor, sobald du ihn am Halsband packst (und sei es nur die daraus resultierende Unfreiheit). Die Angst verleitet ihn eher dazu, noch schneller zu laufen.
  3. Er denkt, er ist das Alpha-Tier, das die Richtung angibt und du folgst eh. Ergo wird er seine Richtung nicht ändern und seinen Schritt nicht verlangsamen.
Nicht wild schreien und herumfuchteln:
Der Hund spricht kein "Menschisch". Daher kann er deine Worte nur bedingt verstehen - das heißt, er versteht Kommandos (vorausgesetzt er hat sie gelernt) und deine Stimmlage. Jetzt überleg mal: hört sich deine Stimme einladend und attraktiv an, wenn du Bello hinterherbrüllst? Wohl eher nicht. Dein Hund wird dich im besten Fall "lustig" finden und es als Spiel deuten. In den meisten Fällen jedoch wird er begreifen, dass du sauer bist und ihm negative Konsequenzen drohen, wenn er zu dir kommt.
Das bedeutet natürlich nicht, dass du Kommandos wie "Komm" und "Hierhin" nicht laut sprechen solltest. Die kannst du so laut schreien wie du willst, solange deine Stimme fest und bestimmend ist. Natürlich sollte deinem Hund auch klar sein, dass ihn etwas Gutes erwartet, wenn er dein Kommando befolgt. Leckerlies und viel Lob sind hier dein Freund. ;)

Nicht nach dem Zurückstreunen loben: 
Wenn dein Hund nun irgendwann von alleine zurückkommt und sich mit einer "Mine voll schlechtem Gewissen" (also eingezogener Schwanz, abgewendeter Blick etc.) vor dich stellst, solltest du ihn natürlich nicht loben. Er ist immerhin nicht auf dein Kommando zurück gekommen, sondern von sich aus. Mit seinem Verhalten versucht er bloß bei dir zu erreichen, dass du ihm verzeihst, ohne dass er in Zukunft sein Verhalten ändern müsste. Natürlich bist du froh, dass Wuff zurück und unversehrt ist, aber so sehr willst du dich doch nicht von ihm erziehen lassen, oder?

Nicht Bestrafen, wenn der Hund zurückkommt: 
Angenommen, der Hund rennt erst weg, gerät außer Sichtfeld (du hörst natürlich nicht auf, zu rufen) und nach ein paar Minuten kommt er wieder zu dir und wedelt mit dem Schwanz. Wenn du ihn jetzt bestrafst, lernt er, dass es sich nicht lohnt, überhaupt zu dir zurück zu kommen. In diesem Fall ist es angebracht, dem Hund ein kleines Lob zuzugestehen, ihn aber nicht in Leckerchen zu baden.

Was gegen das Weglaufen wirkt:


Du kannst bei deinem Hund, der immer wieder wegläuft, mit verschiedenen Mitteln arbeiten. Eine Mischung der Mittel ist in vielen Fällen sicherlich nicht falsch, jedoch könnte es dir als Halter mehr bringen, dir passend zu deinem Hund die richtig erscheinende Methode konsequent durchzuführen.

Die Schleppleine: 
Die wohl größte Erfolgsquote gegen Streuner hat die so genannte Schleppleine. Dies ist eine aus einem langen Seil bestehende Leine, die der Hund die meiste Zeit hinter sich herziehen kann (natürlich nicht in Nähe von Straßenverkehr, hier wird die Leine natürlich kurz gehalten). Die Längen sind verschieden, sie fangen bei 8m an und gehen bis zu 50m.
Das Training läuft folgendermaßen ab: Du lässt auf einer geeigneten Wiese die Leine lang, sodass dein Hund gehen kann, wohin er will. Sobald sich der Hund mehr als 2m entfernt oder du den Eindruck hast, dass er dich nicht mehr beachtet, rufst du ihn sofort zu dir und belohnst ihn. Du kannst auch kurz an der Leine zupfen. Wenn dein Hund ab dieser Länge zuverlässig hört, gibst du ihm 2 Meter mehr von der Schleppleine und führst die gleiche Prozedur durch.
Wenn du am Ende der Schleppleine angekommen bist und dein Hund zuverlässig hört, kannst du die Schleppleine loslassen und sie von deinem Hund ziehen lassen. Du führst das Programm also weiter durch und erhöhst die Distanz Meter um Meter. Schließlich kannst du dazu übergehen, die Leine zu verkürzen, sodass das Gewicht geringer wird und dein Hund beim Ziehen der leine weniger Widerstand fühlt. Auch hier bist du konsequent und rufst ihn zurück, wenn er beginnt, nicht mehr auf dich zu achten oder er eine bestimmte Distanz überschreitet.
Am Ende sollte nur noch ein halber Meter Schleppleine an deinem Hund hängen (am besten beschwert mit einer Eisen-Mutter etc.).

Richtungswechsel/Verstecken: 
Die meisten Hunde gehen blitzen in Gegenden in denen sie sich auskennen und eine entsprechende Sicherheit haben. Gehst du mit deinem Hund durch ein unbekanntes Gebiet wird er eher nicht davonlaufen, weil er unsicher ist. Anders steht die Sache natürlich bei Hunden, die denken, sie seien dominant über dich oder die hingerissen werden von ihrem Jagdtrieb. Wenn du einen Hund der letzten beiden Kategorien besitzt, raten wir dir, das folgende Programm nicht auszuführen, sondern erst einmal die Sache mit der Schleppleine auszuprobieren.
Wenn dein Hund frei herum läuft und vor dir ist, wird er manchmal einen Weg einschlagen, den ihr beide häufig zusammen geht - den Gewohnheitsweg. Der Hund tut das nicht "bewusst" um den Weg vorzugeben, aber er denkt, ihr würdet wieder diesen Weg gehen und achtet nicht auf dich. Das auf dich achten soll er jedoch lernen. Daher gehst du einfach in die andere Richtung, wenn er den Gewohnheitsweg einschlägt. Achtung: der Hund sollte nicht mehr als 10 m entfernt sein, weil er dich sonst eventuell nicht findet.
Du kannst dich auch vor deinem Hund verstecken, wenn er wieder zu weit vorangelaufen ist. Bald wird er sich umsehen und dich finden wollen.
Lobe deinen Hund in beiden Fällen, sobald er wieder an deiner Seite ist.

Abschließende Tipps:

  • Spielzeug statt Leckerlies: Hat dein Hund Übergewicht oder zeigt sich nicht allzu begeistert von Leckerlies, kannst das Lieblings-Quietsche-Spielzeug deines Hundes stattdessen verwenden. Natürlich musst du es ihm dann zuhause vorenthalten, damit es auf den Spaziergängen etwas besonderes ist.
  • Hunger macht den Meister: Viele Hunde reagieren nicht auf das Motivationsmittel "Leckerlie", weil sie schlicht und einfach satt sind. Wem es zu hart erscheint, seinem Hund einen Fastentag einlegen zu lassen, kann ihn am Trainingstag NACH dem Training füttern oder die entsprechende Futterration einfach BEIM Training als Belohnung geben.
  • Konsequenz: Bitte mache dir bewusst, dass dein Hund auch nur auf dich reagiert und sich an dich anpasst. Sei daher mit dir und deinem Hund konsequent erlaube nicht an einem Tag Dinge, die du an einem anderen Tag dann verbietest.
Bild: CC 2.0 by John Picken